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26.04.2018 | SynErgie

Ministerin bei SynErgie auf der Hannover Messe

Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek während der diesjährigen Hannover Messe
Bundesministerin Anja Karliczek testet den SynErgie-Demonstrator, Quelle: BMBF/ Hans-Joachim Rickel

Auf der Hannover Messe präsentierte sich das von der TU Darmstadt geleitete Kopernikus-Projekt SynErgie auf dem Gemeinschaftsstand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung als eines von zehn ausgewählten BMBF-Projekten. Am Eröffnungstag informierte sich auch die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, über den aktuellen Stand des Projekts.

Das zukünftige Stromsystem in Deutschland wird stark durch die Energiewende geprägt sein. Aufgrund des immer größer werdenden Anteils erneuerbarer Energien und der damit verbundenen schwankenden Stromerzeugung müssen Lösungen entwickelt werden, die das Stromnetz stabilisieren, also die Stromabnahme mit der Stromerzeugung in Einklang bringen. Gleichzeitig muss die Stromversorgung weiterhin bezahlbar bleiben. Das Kopernikus-Projekt SynErgie erforscht und demonstriert mit einem Konsortium aus über 100 Partnern erstmals branchenübergreifend, wie gerade energieintensive Produktionsprozesse an eine schwankende Stromversorgung anzupassen sind. Darüber hinaus werden so die Voraussetzungen geschaffen, dass Deutschland zum Leitanbieter für neue Technologien und Prozesse wird, die energieintensive, individualisierte Industrieprozesse mit der volatilen Einspeisung der erneuerbaren Energien verknüpfen.

Eigens für die Hannover Messe wurde hierfür ein anschaulicher Demonstrator entwickelt, mit dem die Standbesucher die Schwankungen bei der Energieerzeugung selbst generieren und erfahren können. Im direkten Vergleich zeigte der, welche Auswirkungen sich ohne und mit Flexibilitätsmöglichkeiten durch die Nutzung industrieller Produktionsprozesse bieten. Beispielhaft werden Flexibilisierungsmaßnahmen der Aluminiumerzeugung, Kühlung in der Lebensmittelindustrie und Befeuerung in der Glasherstellung gezeigt, welche auch Forschungsgegenstand des Projektes sind. Die Bundesforschungsministerin Anja Karliczek testete den Demonstrator selbst.

Die „Kopernikus-Projekte für die Energiewende” entwickeln technologische und wirtschaftliche Lösungen für den Umbau des Energiesystems. Innerhalb von zehn Jahren werden die Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft die Ergebnisse aus der Grundlagenforschung bis zur Anwendung führen. Das BMBF stellt für die erste, dreijährige Förderphase über 120 Millionen Euro bereit. Bis 2025 sollen weitere 280 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Die Kopernikus-Projekte sind Teil des Energieforschungsprogramms der Bundesregierung „Forschung für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung“.

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