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26.10.2020 | Kopernikus-Projekte, P2X, SynErgie

Dreifach-Erfolg für die Kopernikus-Projekte beim Bayerischen Energiepreis

Das Foto zeigt die Gewinner des Bayerischen Energiepreises 2020.
So sehen Sieger aus: Gruppenfoto der Gewinner des Bayerischen Energiepreises 2020. Foto: Bayern Innovativ/Astrid Schmidhuber

Gleich drei Kopernikus-Projektpartner sind mit dem Bayerischen Energiepreis ausgezeichnet worden. Das Kopernikus Partner-Projekt Rheticus gewann in der Kategorie „Produkte und Anwendung“. Der SynErgie-Partner Alois Müller GmbH siegte mit seinem nahezu autarken und energieflexiblen Produktions- und Bürogebäude und Ariadne-Forscherin Arwen Colell mit ihrer Dissertation zu Bürgerenergieprojekten.

Mitte Oktober ist der Bayerische Energiepreis vergeben worden. Immer wieder auf der Bühne: Vertreter und Partner der Kopernikus-Projekte. So erhielt das Kopernikus-Partner Projekt Rheticus (entstanden aus dem Kopernikus-Projekt P2X) den Bayerischen Energiepreis in der Kategorie „Produkte und Anwendungen.“ Das Projekt Rheticus integriert das Verfahren der Fermentation in den Power-to-X-Prozess und stellt mithilfe von Bakterien Spezialchemikalien aus Synthesegas her. Der wichtigste Rohstoff: Das Treibhausgas CO2. Entsprechend heißt auf der Seite des Bayerischen Energiepreises: Das Projekt Rheticus „besitzt zweifelsohne das Potenzial, einen entscheidenden Beitrag zum Gelingen der Energiewende zu leisten.“

Ebenso visionär ist laut Preis-Jury die Green Factory der Alois Müller GmbH. Das Unternehmen gewann in der Kategorie „Energieverteilung und Speicherung - Strom, Wärme“. So überzeugte das 18.000 m2 große, nahezu energieautarke Produktions- und Bürogebäude der Alois-Müller-Gruppe am Standort Ungerhausen (Allgäu) die Jury mit einem nachhaltigen und energieflexiblen Konzept, das sich auch für andere Unternehmen in Deutschland realisieren lässt. Die Energie kommt von einer Photovoltaikanlage, einem Blockheizkraftwerk und einer mit nachwachsenden Rohstoffen betriebenen Pelletheizung. Unterschiedliche Speichermedien gleichen mögliche Schwankungen in der Erzeugung aus. Damit die klimafreundlich erzeugte Energie bestmöglich genutzt wird, ist der gesamte Produktionsprozess auf die Stromerzeugung abgestimmt. Letzteres ist auch ein Erfolg aus dem Kopernikus-Projekt SynErgie. Denn die Alois Müller GmbH erforscht die Energieflexibilisierung zusammen mit dem Projekt.

Zuletzt gewann Arwen Colell mit ihrer Dissertation zu Bürgerenergieprojekten den Bayerischen Energie-Nachwuchsförderpreis. Colell arbeitet am Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) für das Kopernikus-Projekt Ariadne und ist die erste Sozialwissenschaftlerin überhaupt, die mit dem Bayerischen Energiepreis ausgezeichnet wurde. Mit 24 Jahren gründete die Politikwissenschaftlerin gemeinsam mit Gleichgesinnten eine Genossenschaft, um das Stromnetz ihrer Heimatstadt Berlin in Bürgerhand zu bringen. Gespeist aus der praktischen Erfahrung mit unterschiedlichen Initiativen, zeigt ihre Promotion an der Technischen Universität München, wie groß die Gestaltungsmacht von Bürgerinnen und Bürgern bei der Energiewende ist: mit einem internationalen Vergleich von Bürgerenergieprojekten in Deutschland, Schottland und Dänemark.

Die Kopernikus-Geschäftsstelle gratuliert allen Gewinnern des Bayerischen Energiepreises ganz herzlich!

Ansprechpartner

Julius Heinrichs

+49 (0) 228 60884-266

ju.heinrichs@fz-juelich.de

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