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26.04.2019 | Kopernikus-Projekte, SynErgie

„Zunehmende Flexibilität ist zwingend erforderlich“

Quelle: Andreas Vitting - stock.adobe
Quelle: Andreas Vitting, stock.adobe

Ist das deutsche Stromsystem bereits flexibel genug? Eine Studie von EurObserv'ER kommt zu dem Ergebnis, dass 2016 und 2017 alle EU-Mitgliedsländer in kritischen Stunden über ausreichend Flexibilität verfügten. Forscher aus SynErgie prognostizieren jedoch, dass künftig noch mehr Flexibilität benötigt wird. Grund ist der steigende Anteil von erneuerbaren Energien am Stromsystem und die zunehmenden Dezentralisierung.

Anfang März titelte EUWID „EU-Mitgliedsländer verfügen über ausreichend Flexibilität in ihrem Stromsystem“ und bezog sich auf die Daten der Studie „The State of RES in Europe“ von EurObserv'ER. Da die Studie die Jahre 2016 bis 2017 untersuchte, geben die drei Wissenschaftler Prof. Hans Ulrich Buhl, Paul Schott und Moritz Veit zu bedenken, dass „aus Vergangenheitsdaten keine Schlussfolgerungen über den zukünftigen Bedarf an Flexibilitäten abgeleitet werden können“. Grundsätzlich gilt, dass ein hoher Anteil volatiler Stromerzeugung, wie aus Solar- oder Windenergieanlagen den Ausgleich von Stromangebot und Stromnachfrage schwieriger macht. Zunehmende Flexibilität ist „zwingend erforderlich, da ansonsten die Versorgungssicherheit nicht gewährleistet werden kann“, machen die Experten deutlich.

Deshalb forschen die vier Kopernikus-Projekte ENSURE , P2XSynErgie und ENavi an neuen Netzstrukturen, neuartigen Speichern und Nachfrageflexibilität im industriellen Sektor.

Im EUWID-Artikel „Steigender Anteil Erneuerbarer führt zu erhöhtem Flexibilitätsbedarf im Stromnetz“ können Sie nachlesen, wieso nach Meinung der Wissenschaftler in Zukunft Versorgungslücken entstehen, wie gravierend sich Fehlprognosen künftig auf das Stromsystem auswirken können und warum Flexibilität dabei ein wichtiger Schlüssel ist.

Zum EUWID Artikel „EU-Mitgliedsländer verfügen über ausreichend Flexibilität in ihrem Stromsystem“

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