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27.05.2019 | ENavi, ENSURE, P2X [...]

ETG-Kongress: Kopernikus-Projekte präsentieren Arbeitsergebnisse

Quelle: VDE, Felix/Offenblende.de
Quelle: VDE, Felix/Offenblende.de

Die Kopernikus-Projekte nutzten den diesjährigen ETG-Kongress in Esslingen, um Ergebnisse zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen. Zum Branchentreffen der elektrischen Energietechnik kamen Vertreterinnen und Vertreter aus ENavi, ENSURE, P2X und SynErgie.

Alle zwei Jahre lädt die Energietechnische Gesellschaft (ETG) – die Fachgesellschaft der elektrischen Energietechnik innerhalb des Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V. (VDE) – zu einem mehrtägigen Kongress ein und bietet Industrie, Wissenschaft und Forschung eine Plattform für fachlichen Austausch. Beim diesjährigen Branchentreffen im Mai konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Kopernikus-Projekte bei einer gemeinsamen Vortrags-Session kennenlernen. „Wir als ETG freuen uns sehr über die Teilnahme der Kopernikus-Projekte am ETG-Kongress“, so Professor Christian Rehtanz, ETG-Vorstand und Veranstalter des Kongresses. „Es ist wichtig, zu zeigen, dass Forschung und Industrie an konkreten Lösungsvorschlägen für das Gelingen der Energiewende arbeiten. Die vielfältigen zielgerichteten und innovativen Ideen müssen nun in der Praxis demonstriert und für eine flächendeckende Anwendung weiterentwickelt werden. Hierdurch bieten die Kopernikus-Projekte die große Chance, notwendige Innovation im Bereich der Energiesysteme deutlich zu beschleunigen.“

Für das Kopernikus-Projekt ENSURE sprach Joachim Kabs von der Schleswig-Holstein Netz AG. In seinem Vortrag stellte er das ambitionierte Projektziel vor, zukünftige Energienetzstrukturen nicht nur zu erforschen, sondern in einer Großdemonstration auch zu bauen. Mit konkreten Plänen für diesen „Energiekosmos ENSURE“ und seinen Pilotanlagen sei man diesem Ziel bereits einen deutlichen Schritt nähergekommen.

Frithjof Staiß vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg vertrat das Kopernikus-Projekt ENavi, das ein wirtschaftliches, umweltverträgliches, verlässliches und sozialverträgliches Energiesystem erforscht. Die dafür notwendige ganzheitliche Betrachtung auf Systemebene wird im Projekt ergänzt durch eine nähere Betrachtung des Stromsystems, sowie durch die Frage der Nutzerintegration in den Wärmesektor und die Defossilisierung des Verkehrs.

Für das Kopernikus-Projekt P2X sprach Florian Ausfelder von der DECHEMA. P2X untersucht die Möglichkeiten von Power-to-X-Technologien als Beitrag zur Energiewende. Wegleitend sind die Beurteilung der ökonomisch-ökologischen Eigenschaften, der zu erwartenden Entwicklungspfade und die Systemkompatibilität der Technologien. Ein öffentliches Roadmap-Dokument präsentiert die stets aktuellen Ergebnisse aus dieser Arbeit.

Die Arbeit des Kopernikus-Projekts SynErgie wurde durch Stefan Seifermann von der TU Darmstadt vorgestellt. In SynErgie beschäftigt man sich mit der Frage, wie die Produktionstechniken der Industrie an eine fluktuierende Energieversorgung angepasst werden können. Erste Ergebnisse zur Flexibilisierung wurden im Leuchtturmprojekt der Aluminiumelektrolyse bereits in der Industrie umgesetzt. Des Weiteren wurden in einem „Positionspapier zu regulatorischen Änderungen“ Wege aufgezeigt, das große Flexibilitätspotenzial der Industrie praktisch nutzbar zu machen.

Die Beiträge der Kopernikus-Projekte sind als Teil des ETG-Tagungsbandes über den VDE-Verlag erhältlich.

Ansprechpartner

Claudia Hein

0228/60884 271

c.hein@fz-juelich.de

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