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28.02.2018 | SynErgie

Industrieprozesse fit machen für die Energiewende

Quelle: SynErgie
Die drei Herausgeber des Buches (v.l.): Florian Ausfelder, Antje Seitz und Serafin von Roon
Quelle: SynErgie

Die SynErgie-Partner aus der Grundstoffindustrie haben über 15 Monate Prozesse aus den Branchen Stahl, Glas, Zement, Chemie und Feuerfest untersucht. Mit Experten aus ausgewählten Unternehmen wurden mögliche Flexibilitätsoptionen diskutiert und eine Abschätzung der Flexibilitätspotenziale und bestehender Hemmnisse vorgenommen. Die Ergebnisse sind nun in einem Buch veröffentlicht worden.

Wie kann der Verbrauch von Strom dem zeitlich und örtlich vorhandenen Energieangebot aus erneuerbaren Quellen angepasst werden? Die Flexibilisierung der Industrie spielt dabei eine Schlüsselrolle. Das von Florian Ausfelder, Antje Seitz und Serafin von Roon herausgegebene Buch zeigt, dass Unternehmen bei kurzfristigem Bedarf ihre Last in einem Zeitraum von 15 Minuten anpassen können - etwa in der Zementindustrie oder bei der Chlor-Alkali-Elektrolyse. Bei einem längeren Zeitraum wird die Lastanpassung schwieriger, auch bei vorheriger Ankündigung. Die Wissenschaftler untersuchten anhand der energieintensiven Grundstoffindustrie, die rund zwei Drittel des industriellen Stromverbrauchs in Deutschland ausmacht, das Flexibilisierungspotenzial. Am Ende der Analyse stehen wesentliche branchenspezifische und -übergreifende Erkenntnisse.

Branchenübergreifend sei die wesentliche Herausforderung der Grundstoffindustrien, sich der schwankenden Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien anzupassen. Daraus könnten aber auch Potenziale und auch Möglichkeiten für sie entstehen. Ob diese dann genutzt werden, hängt wesentlich von der Ausgestaltung der regulatorischen Rahmenbedingungen ab. Bei einem starken Ausbau der erneuerbaren Energien in den kommenden Jahren können die Industrien einen wertvollen Beitrag zur Netzstabilisierung beitragen.

Für detaillierte Informationen steht Ihnen das vollständige Buch als PDF-Dokument zum Download zur Verfügung.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie auf der Facebook-Seite des BMBF und auf den Seiten der SynErgie-Partner:

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