SPIKE

P2X-Satellitenprojekt: SPIKE

Power-to-X? Ja! Aber wie? Das Projekt SPIKE hat Einsatzmöglichkeiten der Technologie untersucht. Quelle: © malp - stock.adobe.com

SPIKE ist ein Satelliten-Projekt des Kopernikus-Projekts P2X. Anders als P2X forscht das Projekt nicht praktisch, sondern theoretisch. Es arbeitet heraus, welche Einsatzmöglichkeiten von Power-to-X-Verfahren sinnvoll sind – gemeint sind Verfahren, die erneuerbaren Strom in andere Formen umwandeln.

Die Idee von SPIKE (Abkürzung für: Systemanalyse und -integration Power-to-X im Kontext von erneuerbarer Elektrizität als Primärenergie) ist es, zu analysieren, welche Power-to-X-Verfahren unter welchen Bedingungen wann sinnvoll sind. Um das leisten zu können, nimmt das Projekt zunächst das bisherige Energiesystem unter die Lupe und entwirft mögliche Szenarien, wie sich das Energiesystem in den kommenden Jahren verändern könnte. Je nach Szenario optimiert das Projekt dann, wie P2X-Technologien in Zukunft optimal eingesetzt werden könnten. Dabei berücksichtigt SPIKE auch den rechtlichen Rahmen auf deutscher und europäischer Ebene.

Die Kernfragen von SIPKE

  • Wie kann die Industrie durch Power-to-X-Verfahren ihre Abgase als Rohstoffe nutzen?

  • Welche Klimaschutzpotenziale haben P2X-Technologien?

  • Durch welche Geschäftsmodelle kann P2X wirtschaftlich gemacht werden?

  • Welche Systemdienstleistungen können in welchem Umfang für die Stromversorgung durch den Einsatz von Power-to-X-Technologien in der Industrie bereitgestellt werden?

Während das P2X-Projekt sich vor allem auf Power-to-Fuel (Strom-zu-Kraftstoff),Power-to-Gas (Strom-zu-Gas) und Power-to-Chemicals (Strom-zu-Chemie) fokussiert, bezieht SPIKE auch andere Power-to-X-Technologien mit in seine Analyse ein. So untersucht das Projekt Einsatzmöglichkeiten für Power-to-Heat (Strom-zu-Wärme), Wege mit Strom Gebäude und Industrie-Öfen zu heizen. Zuletzt fragt SPIKE auch, wie Power-to-X-Verfahren künftig in Industrieprozesse integriert werden können. Eine Frage, der auch das Kopernikus-Projekt SynErgie nachgeht.

Das Kopernikus-Projekt SynErgie

Das Kopernikus-Projekt SynErgie untersucht, wie die Industrie helfen kann, Stromschwankungen durch erneuerbare Energieerzeugung auszugleichen, indem die Industrie ihre Nachfrage flexibel an das Stromangebot anpasst – ihren Stromverbrauch also bewusst steigert oder senkt – ohne, dass die Qualität der Produkte darunter leidet.

Zusammen mit dem Konsortium des Mutter-Projekts P2X zielt SPIKE darauf ab, ein Power-to-X-Konzept für die Energiewende zu erstellen – und Handlungsempfehlungen für rechtliche Weichen der Politik in zu entwickeln, die in den kommenden Jahren gestellt werden müssen, damit P2X-Technologien in Deutschland bestmöglich eingesetzt werden können. Seit Beginn der zweiten Phase von P2X arbeiten die SPIKE-Wissenschaftler nicht mehr als eigenes Projekt, sondern sind Teil des Roadmap-Prozesses von P2X.

Projekttitel

SPIKE - Systemanalyse und -integration Power-to-X im Kontext von erneuerbarer Elektrizität als Primärenergie

Laufzeit

15.02.2017 - 31.08.2019

Förderkennzeichen

03SFK2S4

Fördervolumen

500 Tausend Euro

Projektpartner

Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg)

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