Flexible Fabriken

Das SynErgie-Konsortium (1. Reihe v. l. n. r.): Stefan Seifermann (Leiter SynErgie-Geschäftsstelle), Prof. Eberhard Abele (Projektsprecher), Heribert Hauck (TRIMET Aluminium), Prof. Alexander Sauer (Uni Stuttgart), Prof. Hans Ulrich Buhl (Universität Augsburg), Professor Matthias Putz (Fraunhofer IWU). Quelle: TU Darmstadt

130 Projektpartner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft trafen sich am 30. November 2016 in Darmstadt zum Kickoff von SynErgie. Praxisnahe und anwendungsorientierte Grundlagenforschung– mit diesem Anspruch ist das Projekt gestartet, um die Industrieprozesse auf das schwankende Angebot von Wind- und Sonnenstrom umzustellen. 

„Die deutsche Industrie arbeitet in vielen Bereichen sehr energieintensiv – und in einigen dieser Branchen behaupten wir Weltmarktpositionen. Deswegen ist es existenziell für Deutschland, dass sich diese Unternehmen neu ausrichten – auf die Versorgung mit erneuerbaren Energien“, sagte Forschungsministerin Johanna Wanka in einer Videobotschaft zum Kickoff. Wenn diese Umstellung gelinge, sei Deutschland gerüstet mit neuen Technologien für den Export.

Die Herausforderung als Chance zu sehen – das war auch der Ansatz, den Professor Hans Jürgen Prömel, Präsident der TU Darmstadt, für das Projekt als wichtigste Aufgabe sah: „Die Lösung des globalen Energieproblems ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit.“ Für sehr energieintensive Industrien, wie z. B. das Papiergewerbe, die Ernährungsindustrie oder den Fahrzeugbau wird das Projekt SynErgie in den kommenden Jahren Lösungen suchen, um mit Produktionswissenschaftlern, Maschinenbauern, Sozialwissenschaftlern und Experten der Informations- und Kommunikationstechnologie die Produktionsprozesse flexibler zu machen und mit den erneuerbaren Energien zu synchronisieren.

„Nur mit Forschung und Innovation können wir die drängenden Fragen der Gegenwart beantworten“, betonte Dr. Christoph Rövekamp, der als Referatsleiter verantwortlich ist für die Energie-Grundlagenforschung im Bundesministerium für Bildung und Forschung: „Es geht nicht mehr um die Frage, ob wir unser Klima schützen müssen, sondern nur noch wie.“ Dafür legt er besonderen Wert auf die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Projektpartnern und dem Ministerium.

Der für das Projekt verantwortliche wissenschaftliche Leiter Prof. Eberhard Abele von der TU Darmstadt nannte die für ihn zentralen Schlüsselproduktionsprozesse in der Industrie, an denen er und seine Projektpartner nun forschen werden: Produktionsmaschinen, Papierindustrie, Glasindustrie und Luftverflüssigung. Lesen Sie hier die Pressemitteilung der TU Darmstadt zum Kick-off des Kopernikus-Projekts SynErgie.

Insgesamt sechs Grundlagen-Forschungscluster nehmen nun ihre Arbeit auf: