Infrastruktur einer flexiblen Stromversorgung
Quelle: TU Darmstadt / PTW / Foto: © fotolia

Produktionsinfrastruktur

In nahezu allen produzierenden Werken, die das SynErgie-Projekt untersucht, sind vergleichbare Produktionshilfspro­zesse zu finden. Dies sind beispielsweise Anlagen zur Gebäudeklimatisierung, Druckluftkompressoren oder Schmiermittelpumpen. Viele einzelne Infrastrukturanlagen lassen sich nicht im großen Maßstab flexibilisieren. Deshalb untersuchen die Forscher, ob sich aus der Gleichartigkeit der Technologien große, relativ einfach nutzbare Hebel ergeben, die man in ganz Deutschland nutzen könnte.

Sie zeigen, wie man in Anlagen der Produktionsinfrastruktur einen ener­gieflexiblen Betrieb erzielt. Dabei arbeiten sie eng mit den anderen SynErgie-Forschern zusammen, um technische und betriebswirtschaftliche Kennzahlen zu entwickeln. Mit diesen Kennzahlen können sie die Potenziale für Energieflexibilität beschreiben. Das Kennzahlensystem wurde an einem parallel entwickel­ten, kostengünstigen Mini-Computer, dem sogenannten „Smarten Konnektor“, validiert. Mit dem smarten  Konnektor können besonders leicht bereits bestehende, ältere Anlagen verbunden und deren Energieverbräuche registriert und flexibilisiert werden.

Für Flexibilisierungs­maßnahmen in Fabrikgebäuden konnte das bereits nutzbare Energieflexi­bilitätspotenzial eines vorhandenen Messraums ermittelt werden. Um energieflexible Strategien in der Infrastruktur von Unternehmen umsetzen zu können, hat SynErgie ein Assistenzsystem konzipiert. Es identifiziert die optimalen Betriebsstrategien für jeden Anwender und setzt sie auch um.

Auf der Basis von Prognosen zum Energiebedarf und deren Verfügbarkeit steuert das Assistenzsystem die Integration erneuerbarer Ener­gien des Betriebs. Darüber hinaus entscheidet es gezielt, ob und wann Energiespeicher geladen oder entladen werden.

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