Erneuerbare Energien speichern

Quelle: Projektträger Jülich

In welcher Form lassen sich erneuerbare Energien am besten speichern und wie können Wertschöpfungsketten in den Bereichen Elektrizität, Verkehr und Chemie nachhaltig gestaltet werden? Das wollen die P2X-Partner am Ende der insgesamt zehnjährigen Laufzeit des Grundlagenforschungsprojekts zeigen. Beim ersten Arbeitstreffen am 18. und 19. Januar 2017 in Frankfurt am Main besprachen die Projektteilnehmer die Details der Zusammenarbeit.

In der ersten Förderphase arbeiten in den kommenden drei Jahren sechs Forschungscluster an den Grundlagen der Elektrolyse und Katalyse. Wie aus den Forschungsergebnissen am Ende Technologien entstehen, die für die Energiewende dringend gebraucht werden, wird parallel in der Roadmap festgelegt: „Wie können wir die gesellschaftlichen Gruppen und die technologischen Entwicklungen sinnvoll miteinander verknüpfen?“ Vor dieser Herausforderung steht das P2X-Konsortium nach Ansicht seines Sprechers Walter Leitner von der RWTH Aachen – dasselbe gelte auch für die anderen drei Kopernikus-Projekte. „Darin liegt aber nicht nur eine Herausforderung, sondern eine große Chance“, sagte Leitner auf dem Arbeitstreffen in Frankfurt. 

Die vielversprechendsten Forschungsergebnisse aus der ersten Phase sollen in der zweiten Förderphase in vier Technologieclustern aufgehen. Die dritte Förderphase umfasst schließlich drei Realisierung-Cluster, die gewonnene Forschungsergebnisse anwenden. „Unser Ziel ist, drei Technologien so weit zu bringen, dass sie am Ende der zehn Jahre in den Markt können“, betonte Walter Leitner.

Mit bis zu 30 Millionen Euro fördert das BMBF das Projekt zunächst bis 2019, hinzu kommt ein Eigenanteil der Industrie in Höhe von 8,3 Millionen Euro. „Die Dynamik in diesem Feld ist riesengroß“, sagte Christoph Rövekamp vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die Kopernikus-Partner seien Vorreiter, beispielsweise beim Thema strombasierte Kraftstoffe. „Hier geht es um die Zukunft der Verbrennungsmotoren“, so Rövekamp.

Die Forscher müssten sich bei öffentlichen Debatten um die Energiewende mit ihrem Wissen und ihren Fakten einbringen, denn eine weltweite Lösung der CO2-Frage sei dringend nötig und die Kopernikus-Projekte könnten dafür Referenzcharakter haben. „Was in Deutschland erforscht und erprobt wird, hat die Chance, in andere Länder exportiert zu werden“, sagte Rövekamp. Er bezog sich dabei vor allem auf die Sektorenkopplung, also die sinnvolle Verknüpfung der Bereiche Stromversorgung, Mobilität und Wärme, und verwies darüber hinaus auf das Projekt „Carbon2Chem“, bei dem Hüttengase aus der Stahlindustrie in chemische Grundstoffe umgewandelt werden sollen.