Schwerpunkt Stromwende
Transformation des Stromsystems

Wie schaffen wir die Stromwende?

Mit dem Klimaschutzplan 2050 will Deutschland das Pariser Klimaabkommen umsetzen. Der Plan beschreibt den Weg zu einem weitgehend treibhausgasneutralen Deutschland bis zum Jahr 2050 und nennt konkrete Minderungsziele um dieses Ziel zu erreichen - so soll zum Beispiel die Energiewirtschaft ihre CO2-Emissionen bis 2030 um etwa die Hälfte des aktuellen Ausstoßes vermindern. Mit welchen Maßnahmen diese ehrgeizigen Ziele erreicht werden sollen, bleibt aber weitgehend offen.

2017 bestand zwar schon über die Hälfte der deutschen Kraftwerkskapazität aus Sonnen-, Wind- und Bioenergie-Anlagen, die Stromerzeugung war aber nur zu gut einem Drittel „grün“. Vor diesem Hintergrund entwickelt ENavi im Schwerpunktthema 1: Stromwende verschiedene Optionen (Pfade) zur Dekarbonisierung des Stromsystems. Die unterschiedlichen Pfade sollen aufzeigen, dass es viele Möglichkeiten gibt, die Energiewende zu gestalten. So kann die Dekarbonisierung beispielsweise durch einen ordnungsrechtlichen Kohleausstieg eingeführt, oder aber durch einen Preis auf CO2-Emissionen, etwa durch eine Steuer, angeregt werden. Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Pfade identifizieren die Forschenden in einer interdisziplinären Analyse anhand verschiedener Kriterien und stellen sie gegenüber.

Zentrale Fragen

Insbesondere setzen sich die Forschenden beim ENavi-Schwerpunktthema 1 mit folgenden Fragen auseinander:

  • Welche gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, gesundheitlichen, rechtlichen, politischen und technischen Voraussetzungen und Implikationen sind mit unterschiedlichen Transformationspfaden des Stromsystems verbunden?
  • Welchen Beitrag kann bzw. muss das Stromsystem zur Einhaltung der deutschen Klimaziele leisten?
  • Mit welchen Instrumenten und durch welche Akteure kann die Transformation umgesetzt werden?
  • Wie greifen deutsche und europäische Instrumente und Maßnahmen zur Dekarbonisierung des Stromsystems ineinander? Wie verstärken oder behindern sie sich?
  • Welche Regionen sind besonders stark von dem erforderlichen Strukturwandel betroffenen und durch welche Maßnahmen könnten diese Regionen von der Transformation profitieren?

Prof. Ottmar Edenhofer

Potsdam Institut für Klimafolgenforschung e.V. (PIK), +49 331 288 2651, ottmar.edenhofer@pik-potsdam.de

  • Themenkoordinator Stromsystem
  • ENavi-Arbeitspaket 3: Wirtschaftlicher Instrumentencheck
  • ENavi-Arbeitspaket 7: Einklang der Nachhaltigkeitsziele
  • ENavi-Arbeitspaket 10: Internationaler Blickwinkel

Prof. Kai Hufendiek

Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER), Universität Stuttgart mit Stuttgart Research Initiative on Integrated Systems Analysis for Energy (STRise), +49 711 685 87801, kai.hufendiek@ier.uni-stuttgart.de

  • Themenkoordinator Stromsystem
  • Leiter ENavi-Arbeitspaket 3: Wirtschaftlicher Instrumentencheck
Unsere Website verwendet Cookies und die Analytics Software Matomo. Mehr Information OK