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14.11.2017 | ENavi

Das erste Nachhaltigkeits-Barometer zur Energiewende

Wie kann man die Kosten der Energiewende gerecht verteilen? Viele Menschen in Deutschland finden die Energiewende gut, sind aber der Meinung dass sie zu teuer ist und die guten Ideen nicht ausreichend umgesetzt werden. Das zeigt das erste soziale Nachhaltigkeits-Barometer, das vom IASS im Kopernikus-Projekt ENavi erstellt und heute in Berlin veröffentlicht wurde.

Die Befragung hat deutlich gezeigt:

88 Prozent der Bevölkerung befürworten die Energiewende, quer durch alle Bildungs-, Einkommens- und Altersgruppen, gleichermaßen auf dem Land wie in den Städten. Selbst unter den Skeptikern ist die Energiewende weitestgehend unumstritten mit einer Zustimmung von 77 Prozent.

75 Prozent der Bevölkerung sehen die Energiewende als Gemeinschaftsaufgabe, zu der jeder in der Gesellschaft einen Beitrag leisten sollte. Dem stimmen auch 70 Prozent der einkommensschwächeren Haushalte zu.

86 Prozent der Bevölkerung finden es gut, dass sich die Bürger als Energieerzeuger an der Energiewende beteiligen können. Das gilt für alle Einkommensgruppen in gleichem Maße.

Die positiven Bewertungen sind robust. Sogar diejenigen, die der Meinung sind, dass die Energiewende zu höheren Strompreisen führt, befürworten sie. Die zentrale empirische Basis des Nachhaltigkeits-Barometers bildet eine Panel-Befragung von 7.500 Haushalten, die das IASS gemeinsam mit dem RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und forsa erstmals im Sommer 2017 durchgeführt hat. Darauf folgte im Juli und September eine qualitative Befragung mit fünf Fokusgruppen und insgesamt 50 Teilnehmern. Das Barometer wird nun jährlich aktualisiert.

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