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29.08.2019 | ENavi

Diffusionspotentiale flexibler Mobilitätsangebote

Quelle: FONA/photothek

Quelle: FONA/photothek

Mobilität ist neben Strom und Wärme der dritte Sektor, in dem im Rahmen der Energiewende eine Reduktion von Energieverbrauch und Emissionen erreicht werden soll.

Neben der Einführung alternativer Antriebe wie Elektromobilität gilt besonders in urbanen Regionen eine Verlagerung von Pkw-Fahrten auf umweltfreundlichere Verkehrsträger (zum Beispiel öffentlicher Nahverkehr, Fahrrad) als notwendig. Viele Experten erwarten, dass sich durch neue, flexible, häufig digital gestützte Mobilitätsangebote deutliche Verlagerungspotentiale insbesondere in urbanen Mobilitätsystemen ergeben. Beispiele für neue Angebote sind Sharing-Systeme, flexiblere öffentliche Verkehrsmittel oder auch App-basierte Mobilitätsplattformen, die Zugang zu verschiedenen Verkehrsträgern aus einer Hand ermöglichen.
Im Rahmen des Kopernikus-Projektes ENavi wurde in verschiedenen Teilprojekten untersucht, wie sich diese Erwartungen begründen lassen, wo die Treiber und Barrieren für die Diffusion flexibler Mobilitätsangebote liegen und wie sich diese Diffusion durch geeignete politische Maßnahmen fördern lässt. Dabei stand die Region Stuttgart im Mittelpunkt.
Im Juli diskutierten die Forschenden in einem Workshop in Stuttgart erste Ergebnisse aus den Teilprojekten mit Stakeholdern aus der Region Stuttgart. Die Teilnehmenden vertraten Verkehrs- beziehungsweise Stadtplanung, relevante Verbände und Organisationen, die selbst neue, flexible Mobilitätsformen anbieten.

Wesentliche Erkenntnis der vielseitigen Diskussionen ist, dass neue Angebote sicherlich viel Potential bieten, um städtische Mobilitätssysteme zu ändern und die Abhängigkeit vom privaten Pkw zu reduzieren. Gleichzeitig wurde aber auch deutlich, dass ohne flankierende politische Maßnahmen keine Verkehrswende zu erwarten ist. Die Verkehrswende wird durch Digitalisierung, Apps und neue Angebote nicht zum Selbstläufer. Allerdings erweitern die neuen Angebote die bisherigen Alternativen zum eigenen Auto und können so helfen, die Akzeptanz für politische Maßnahmen, die eine Verkehrswende fördern, zu erhöhen.

Ansprechpartner

Claudia Hein

0228/60884 271

c.hein@fz-juelich.de

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