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11.09.2019 | Kopernikus-Projekte

„Wir haben im Klimaschutz keine Zeit zu verlieren“

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek beschreibt aktuelle Forschungsprojekte zum Klimaschutz. Quelle: BMBF/Rickel

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek beschreibt aktuelle Forschungsprojekte zum Klimaschutz. Quelle: BMBF/Rickel

Klimaschutz ist in der öffentlichen Debatte ein großes Thema. Was unternimmt die Politik gegen den Klimawandel? Auf einer Pressekonferenz in Berlin stellte Ministerin Karliczek aktuelle Forschungsprojekte vor und betonte ihre Dringlichkeit.

„Wir sind seit Jahren in der Klimaforschung aktiv“, sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek bei einer Pressekonferenz zu den Ansätzen des BMBF im Bereich Klimaschutz. Diese Anstrengungen sollen ausgeweitet werden, versprach die Ministerin. Mit Hilfe von Innovationen solle es gelingen, die Klimaziele einzuhalten.

Gemeinsam mit Experten aus der Wissenschaft und Vertretern des Bildungsministeriums stand Frau Karliczek der Presse im Anschluss für Fragen und Diskussionen zur Verfügung. Ein Video der Pressekonferenz  steht auf Twitter zur Verfügung.

Im Klimaschutz sei keine Zeit zu verlieren. „Wir müssen es aber positiv angehen: Die Umwelt bewahren und unsere Welt. Ich will, dass Klimaschutz „made in Germany“ unser neues Markenzeichen wird", so die Ministerin.

Kopernikus-Projekte für die Energiewende

Seit 2016 fördert das Bildungsministerium die Kopernikus-Projekte für die Energiewende. Mit ihnen soll eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung sichergestellt werden. Je Projekt werden bis zu 30 Mio. Euro für die nächsten drei Jahre bereitgestellt. In einer ersten, dreijährigen Phase sind ca. 260 Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft mit mehr als 130 Mio. Euro gefördert worden.

In ENSURE arbeiten Wissenschaftler an neuen Netzstrukturen für die Zukunft. Erneuerbare Energie wird unregelmäßig und dezentral erzeugt. Entsprechend braucht sie andere Verteilungsnetze als konventionelle Kraftwerke. So soll eine zuverlässige Energieversorgung sichergestellt werden.

An Speichermöglichkeiten für erneuerbaren Strom arbeitet Power-to-X. Um „grüne“ Energiequellen voll nutzen zu können, brauchen wir Speichermöglichkeiten. Nur so kann der Strom regional und saisonal umverteilt werden. Zukünftig arbeitet P2X an der Marktfähigkeit nachhaltiger Wasserstoffherstellung.

Um die Energiewende auch in die Industrie zu bringen, wurde SynErgie ins Leben gerufen. Hier erproben Wissenschaftler Wege, energieintensive Industrieprozesse mit nachhaltiger Energie zu verbinden. Beispielsweise durch Flexibilisierung des Verbrauchs (sogenanntes Demand Side Management – DSM).  

Welche Auswirkungen haben politische Entscheidungen auf die Energiewende? ENavi entwickelt ein Navigationsmodell, um solche Auswirkungen simulieren und abschätzen zu können.

Das Ministerium für Bildung und Forschung  fördert auch weitere Projekte für Nachhaltigkeit, Klima und Energie. In den Bereichen Biodiversität, saubere Ozeane oder Kreislaufwirtschaft unterstützt es zahlreiche Forschungsprojekte. Eine Übersicht finden Sie unter Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA).

Ansprechpartner

Claudia Hein

0228/60884 271
c.hein@fz-juelich.de

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