Damit Demand Side Management bald deutschlandweit zum Einsatz kommt, lädt SynErgie zudem regelmäßig zu Doktoranden-Seminaren ein, in denen die Doktorandinnen und Doktoranden die Möglichkeit haben, die eigene Forschung zur energieflexiblen Industrie mit interdisziplinären Experten zu diskutieren. Denn nur, wenn in Zukunft genügend Experten mit energieflexiblen Lösungen vertraut sind, können sie sie auch deutschlandweit und darüber hinaus umsetzen. Besuche von Projektpartnern in Unternehmen, die bereits erfolgreiche energieflexible Innovationen vorweisen können, dienen demselben Ziel.

Konzepte, um rechtliche Hindernisse auszuräumen

Parallel dazu arbeiten SynErgie-Wissenschaftler heraus, wie groß die Potenziale der industriellen Nachfrageanpassung in Zukunft sein könnten: Um wie viel können Unternehmen ihre Nachfrage für wie lange erhöhen oder senken? Und zwar regional, deutschlandweit und international?

Schon jetzt sind die Ergebnisse von SynErgie vielversprechend. Trotzdem gibt es derzeit noch kaum Anreize für Unternehmen, in einen energieflexiblen Umbau zu investieren. Denn noch bestraft die Gesetzgebung Unternehmen mit schwankendem Stromverbrauch – statt sie dafür zu belohnen. Die SynErgie-Partner arbeiten deshalb Konzepte aus, wie die Gesetzgebung künftig aussehen müsste, damit Unternehmen Anreize haben, sich so zu verhalten, dass sie dem Stromnetz dienen. Dazu braucht es auch Geschäftsmodelle, wie Unternehmen dafür entlohnt werden können, dass sie dem Stromnetz kurzzeitig aushelfen. Denn energieflexible Umbauten sind nicht nur teuer, häufig senken sie auch die Lebensdauer der Anlagen, in denen sie umgesetzt werden. Entsprechend arbeiten in SynErgie Energieversorger, Netzbetreiber, Industrieunternehmen, Wissenschaftler und Bürgerinitiativen zusammen daran, Umsetzungsmöglichkeiten für Demand Side Management zu entwickeln, die am Ende allen nutzen.