Kopernikus-Projekte

Hier erforschen die Projektpartner die Zukunft der Energiewende

Quelle: Projektträger Jülich

Warum „Kopernikus“?

Nikolaus Kopernikus steht für einen bedeutenden Paradigmenwechsel, aus dem ein neues Weltbild hervorgeht. Der Mathematiker und Astronom hatte im 16. Jahrhundert entdeckt, dass sich die Erde um die Sonne dreht, nicht umgekehrt. Sein Name ist deshalb der Inbegriff für wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel. In diesem Geiste sollen die Kopernikus-Projekte an ausgewählten Punkten Durchbrüche im Verständnis, in der Auslegung und Weiterentwicklung des Energiesystems sowie bei der Lösung komplexer Fragen schaffen.

Die Projekte zeichnen sich durch eine besondere Herangehensweise an ihre Themen aus: Zum einen wandeln sich die Rahmenbedingungen schnell. Dieser Dynamik begegnen sie mit langfristig angelegten Projektstrukturen, die zugleich eine flexible Steuerung erlauben. Zum anderen sind die Kopernikus-Projekte systemisch angelegt, da sie wirtschaftliche, gesellschaftliche, politische und technologische Forschungsfragen von Beginn an miteinander verknüpfen. So können ihre Ergebnisse besonders nachhaltig und langfristig wirken.

Auswahlverfahren

Die Förderinitiative ist in Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft auf große Resonanz gestoßen. Bis zum 8. Januar 2016 haben sich insgesamt rund 1000 Institutionen in 41 Projektvorschlägen beworben. Jede zweite Institution war hierbei ein Partner aus der Industrie. Ein unabhängiger Beirat hat die Projektvorschläge bewertet. 230 Institutionen werden noch in diesem Jahr ihre Arbeit aufnehmen.

Beiratsmitglieder

Vorsitzender

Prof. Dr. Robert Schlögl Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion

Wissenschaft

Prof. Dr. Göran Andersson ETH Zürich

Dr. Brigitte Bach AIT Austrian Institute of Technology GmbH

Prof. Dr. Susanne Siebentritt Université du Luxembourg

Prof. Dr. Alexander Wokaun ETH Zürich

Wirtschaft

Prof. Dr. Roger Weninger Stadtwerke Augsburg Energie GmbH

Zivilgesellschaft

Dr. Patrick Graichen (Vertretung: Dr. Barbara Praetorius) Agora Energiewende

Niels-Sönnick Schnoor Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.