Kopernikus-Projekt P2X

Für ein klimaneutrales Deutschland 2050 benötigen Verkehr, Industrie und Wärme emissionsarme Lösungen. Das Kopernikus-Projekt P2X untersucht einen der vielversprechendsten Ansätze: Power-to-X Technologien. Solche Technologien also, die erneuerbaren Strom in andere Energieformen umwandeln. Zum Beispiel in Kraft- und Kunststoffe, in Wärme und Gase oder in chemische Rohstoffe.

Um die globale Erwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen, will Deutschland bis zum Jahr 2050 weitestgehend klimaneutral werden. Gelingen kann das nur mithilfe erneuerbarer Energien. Das heißt: Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft müssen fossile Rohstoffe ablösen. Ziel des Kopernikus-Projekts P2X ist es, Technologien und Prozesse zu entwickeln, die erneuerbare Energie umwandeln und speichern können. Das Projekt erforscht entsprechend Möglichkeiten, Strom in chemische Energie umzuwandeln. Diese kann dann in emissionsreichen Sektoren wie Verkehr und Industrie oder als Wärmequelle für Industrieprozesse eingesetzt werden und sie klimafreundlicher gestalten.

Power-to-X: Strom rein, stoffliche Lösungen raus

Die Umwandlung von Strom in andere Stoffe nennen Wissenschaftler Power-to-X, kurz: P2X. Übersetzt also, Strom (wird) zu X umgewandelt. Bei Power-to-Gas (Strom zu Gas) beispielsweise entstehen gasförmige Stoffe wie Wasserstoff oder Methan. Power-to-Chemicals (Strom zu Chemikalien) produziert chemische Ausgangsstoffe, die industriell weiterverarbeitet werden. Das Ergebnis von Power-to-Fuel (Strom zu Sprit) ist klimafreundlicher Kraftstoff. Hierbei wird aus der Luft oder aus Abgasen gewonnenes Kohlendioxid (CO2) verwendet. Auf diese Weise wird bei der Verbrennung des Kraftstoffs in der Summe eine deutliche Emissionsminderung erzielt.

In der zweiten von drei geplanten Förderphasen untersucht das Kopernikus-Projekt P2X zwei Ausgangsstoffe, die mit Power-to-X hergestellt werden können. Erstens Wasserstoff und zweitens ein Synthesegas, das aus einer Mischung aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid besteht. Wasserstoff entsteht, indem Wissenschaftler durch Elektrolyse Wasser unter Strom setzen. Wird während der Elektrolyse zusätzlich noch CO2 hinzugefügt (Ko-Elektrolyse), entsteht das Synthesegas.