08.12.2021 Ariadne

Wie sich Deutschland künftig Wasserstoff sichern kann

Deutschland kann den Bedarf an Grünem Wasserstoff nicht alleine decken. Wind und Sonne liefern hierzulande nicht genügend Energie. Importe aus wind- und sonnenreichen Regionen sollen das Defizit ausgleichen. Aber wie lassen sich die sicherstellen? Das Kopernikus-Projekt Ariadne hat analysiert, mit welchen Strategien Deutschland seine Importe sichern könnte. 

alt
Foto: ©MAGNIFIER - stock.adobe.com

Heute importiert Deutschland Energie in Form von Öl, Gas und fossilen Kraftstoffen. Zukünftig wird Deutschland Energie in Form von Grünem Wasserstoff importieren. Dadurch entstehen allerdings neue Risiken und Abhängigkeiten – zunächst nur für einzelne Industrieverbraucher, später für die gesamte Gesellschaft. Jetzt haben Forschende aus dem Kopernikus-Projekt Ariadne den zukünftigen Wasserstoff-Importbedarf und die damit verbundenen Risiken analysiert. Auf Grundlage dieser Ergebnisse entwickeln sie Strategien, mit denen Deutschland seine Wasserstoff-Importe sichern könnte.

Dabei gehen die Forschenden zunächst davon aus, dass Deutschlands Energieimportbedarf in den kommenden Jahren stark abnehmen wird. Statt wie bisher große Mengen an fossilen Energien und Uran werde Deutschland viel kleinere Mengen klimaneutraler Energie importieren. Damit ändere sich die Risikolandschaft für den Energieimport grundlegend. Das Ariadne-Team analysiert diese Risiken sowohl für Export- als auch Importländer und bezieht dabei unter anderem Risiken durch Transportwege sowie Infrastrukturen und Gesetzgebung mit ein.

Um diesen Risiken zu trotzen, schlagen die Ariadne-Forscher ein Strategiepaket zur Importsicherung vor. Höchste Priorität haben in diesem Paket die Begrenzung des Wasserstoff-Importbedarfs und die Krisenvorsorge, um mit Lieferengpässen umgehen zu können. Dazu kommen Maßnahmen zur Sicherstellung verfügbarer, bezahlbarer und tatsächlich klimaneutraler Wasserstoff-Importe. Harte, auf internationalen Wettbewerb ausgelegte Strategieansätze betrachtet das Ariadne-Team als kontraproduktiv. Zielführender sei es, auf Kooperation mit potenziellen Wasserstoff-Exportländern, den EU-Mitgliedstaaten sowie mit weiteren Wasserstoff-Importländern zu setzen.

Mehr News aus dem Projekt