06.10.2026 Ariadne
Ariadne stellt „Grand Challenges“ der Energiewende vor
Ariadne hat wichtige Orientierung für die Energiewende gegeben und hinterlässt Empfehlungen für die weitere Ausgestaltung. Der Abschlussreport bündelt die Erkenntnisse des aus 26 Instituten bestehenden wissenschaftlichen Projekts. Die Orientierung versinnbildlicht das Projekt oft als den roten Faden durch das Labyrinth der Möglichkeiten: Die erkundeten Wege sind in der Publikation zusammengefasst
„Für Deutschlands Weg zur Klimaneutralität 2045 galt es in den vergangenen Jahren, angesichts erschwerter Rahmenbedingungen neue Wege zu erkunden – und unser in Ariadne geknüpftes starkes und vielfältiges Forschungsnetzwerk hat dazu maßgeblich beitragen können“, sagt PIK-Direktor Ottmar Edenhofer als Leiter des Kopernikus-Projekts Ariadne. „Wir danken der Politik für ihr Vertrauen und für ihr Erkenntnisinteresse. Und wir schauen heute mit der Abschlusskonferenz und dem Abschlussreport gemeinsam darauf, wie es weitergehen sollte.“
Die Transformation ist kein Selbstläufer
Dass dabei geopolitische Verwerfungen und innenpolitische Polarisierung gleichermaßen herausfordernd sind, ist den Ariadne-Forschenden bewusst. „Die Grand Challenges der Energiewende“ lautet der Titel des Abschlussreports, die Transformation ist also trotz allem noch kein Selbstläufer. Konkret beschrieben werden besagte „Große Herausforderungen“ in einer Gesamtschau von neun hervorstechenden Herausforderungen, die das Ariadne-Konsortium im Endspurt der Projektlaufzeit entwickelt hat: auf Grundlage der zahlreichen Publikationen und in einem abschließenden Reflektionsprozess. Dies ist der Kern des Abschlussberichts.
Im Einzelnen geht es dabei um (1) smarte Flexibilisierung des Stromsystems, (2) sektorübergreifende Infrastruktur für eine klimaneutrales Energiesystem, (3) bezahlbare Ausgestaltung der Wärmewende, (4) Elektrifizierung des Straßenverkehrs und Innovationskraft im Automobilsektor, (5) wettbewerbsfähige Industrie und smarter Strukturwandel, (7) Weiterentwicklung des EU-Emissionshandels, (8) die Verzahnung von Klimaschutz und Geopolitik sowie (9) die gesellschaftliche Trägerschaft der Energiewende.