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14.09.2018 | P2X

Großer Preis für den Minireaktor

Quelle: Fona/Photothek
Quelle: Fona/Photothek

Das Start-up Ineratec GmbH wurde für seine revolutionäre Technologie mit dem Deutschen Gründerpreis 2018 ausgezeichnet. Drei jungen Ingenieuren aus Karlsruhe ist es gelungen, riesige chemische Anlagen auf Miniaturformat zu schrumpfen.

Paolo Piermartini, Tim Böltken und Philipp Engelkamp sind die Gründer der Ineratec GmbH. Mit ihrer Anlage wollen sie Abfallstoffe in gefragte Produkte verwandeln. Das gelingt ihnen, indem sie Abgase wie CO2 oder Methan in flüssige Kraftstoffe umwandeln. Diese lassen sich so lagern und weiterverkaufen. Aber die Erfindung kann noch viel mehr: Sie kann zum Beispiel hochwertige Ausgangsstoffe für die chemische Industrie herstellen.

Die Anlage von Ineratec bezieht ihre Energie aus erneuerbaren Quellen und ist dabei auch noch extrem klein: Die chemische Reaktortechnologie passt auf einen handelsüblichen Schiffscontainer. Damit kann die Umwandlung von CO2 und Wasserstoff besser in der Nähe von Wasser-, Solar- sowie Windkraftanlagen erfolgen. Zusätzlich lässt sich die Anlage je nach Bedarf erweitern und kann sich somit dem Angebot an regenerativen Energien anpassen. Damit trägt die Erfindung von Interatec entscheidend zur Flexibilisierung der Energiewende bei. Die Entwicklung wird bereits heute in der Praxis angewendet. Die Nachfrage auf dem Markt ist groß.

Die Technologie von Ineratec beruht auf etwa 20 Jahren Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Die Erfindung nutzt dabei bekannte Verfahren wie die Fischer-Tropsch-Synthese. Außerdem ist Ineratec Partner des Kopernikus-Projekts P2X.

Ineratec wurde beim Deutschen Gründerpreis 2018 als Start-Up des Jahres ausgezeichnet. Der Deutsche Gründerpreis wird jedes Jahr von den Partnern stern, Sparkassen, ZDF und Porsche ausgelobt und in den Kategorien Schüler, Start-Up, Aufsteiger und Lebenswerk verliehen. Förderer des Deutschen Gründerpreises sind die Bertelsmann SE, die Gruner + Jahr GmbH & Co. KG, die Süddeutsche Zeitung und die Versicherungen der Sparkassen. Kooperationspartner ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

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Ansprechpartner
Carola Sonnet
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