29.01.2026 P2X

Neue Schritte an der P2Fuels-Pionieranlage

Ineratec hat für P2X einen wichtigen Meilenstein erreicht: Sie haben den Bau der Isomerisierungsanlage begonnen. Diese wird in die E-Fuels-Anlage in Frankfurt Höchst integriert, um das dort hergestellte Fischer-Tropsch-Rohöl zu einem einsatzfähigem synthetischen Flugkraftstoff und Diesel zu veredeln.

Das Bild zeigt eine Gruppe von Menschen mit Schutzkleidung in der Anlage in Frankfurt-Höchst.
© Ineratec

Der Prozess in der Erweiterung der P2Fuels-Pionieranlage wandelt lineare Kohlenwasserstoffe in verzweigte Moleküle um und stellt so sicher, dass die entstehenden Synthesekraftstoffe vollständig mit der Bestandsinfrastruktur und den vorhandenen Motoren kompatibel sind. 

P2Fuels ist der Name des Demonstrationsvorhabens im Kopernikus-Projekt P2X. Dieses widmet sich der Herstellung und Aufarbeitung von Syntheseprodukten, um einsatzbereite Kraftstoffe ohne fossile Energieträger in Frankfurt-Höchst herzustellen. Die Produktion solcher synthetischen Kraftstoffe ist wichtig für Bereiche, die sich nicht direkt auf elektrische Energie umstellen lassen, beispielsweise Flugzeuge oder schwere Lkw. So hilft die Technologie, den Mobilitätssektor klimaneutraler zu gestalten.

Demonstration der Erzeugung von einsatzbereiten E-Fuels

 In der ersten Phase hat das Projekt ein Verfahren zur Herstellung eines synthetischen Rohöls entwickelt. Dabei reagiert CO₂ zusammen mit Wasserdampf in einer Co-Elektrolyse in Synthesegas. Mit dem Synthesegas wird über eine Fischer-Tropsch-Reaktion und Destillation synthetisches Rohöl hergestellt. Die zweite Förderphase beinhaltete die Hochskalierung der Produktionsmengen.

In der finalen Projektphase steht nun der letzte Schritt zur Herstellung eines direkten Ersatzes von fossilen Treibstoffen im Fokus. Die Produkte der Fischer-Tropsch-Synthese werden hinsichtlich des Anwendungsgebiets aufgearbeitet. Damit will das Projekt demonstrieren, dass die Produktion von einsatzbereiten E-Fuels auch im größeren Maßstab funktioniert. Dafür ist unter anderem eine Isomerisierungsreaktion als entscheidenden Veredelungsschritt für das Fischer-Tropsch-Öl nötig. Somit haben die zukünftigen Produkte eine zertifizierte Drop-in-Qualität für Anwendungen wie nachhaltigen Flugkraftstoff und synthetischen Diesel. Der Projektpartner Ineratec hat nun den Startschuss für den Bau der Anlage für die Isomerisierung gegeben.

Gleiche Bausteine, anderes Verhalten

Eine Isomerisierungsreaktion bedeutet, dass ein Molekül chemisch in eine andere Form mit denselben Bausteinen, aber anderer Anordnung „umgebaut“ wird. Die Stoffe haben also die gleiche Zusammensetzung, verhalten sich aber unterschiedlich. Bei synthetischen Kraftstoffen nutzen P2X-Forschende das beispielsweise, um Eigenschaften wie Fließfähigkeit oder Zündverhalten zu verbessern.

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