08.05.2026 Kopernikus-Projekte

„Die Menschen haben Fragen“

...und die Kopernikus-Projekte beantworten sie! Der Dialograum namens „Babbel Bubble“ lädt Menschen dazu ein, mit Forschenden ins Gespräch zu kommen sowie ihre Fragen und Meinungen ungefiltert einzubringen. 2025 startete das Projekt, für 2026 stehen nun weitere Termine fest. Ein Zwischenfazit aus der Kommunikation will Lust machen, mal vorbeizuschauen.

Das Bild zeigt die Babbel Bubble bei ihrem Einsatz in Halle. Zu erkennen sind zwei Personen im Inneren der Bubble.
© Maria Pakura

Die Babbel Bubble der Kopernikus-Projekte macht mit ihren Farben in Dunkelrot, Türkis und Blau sowie ihrer auffälligen wolkenartigen Form vor allem visuell Eindruck. „Nach fast zehn Jahren Forschungsarbeit wollten wir als Kommunikatorinnen und Kommunikatoren der Kopernikus-Projekte einen Rahmen schaffen, in dem sich die Beteiligten der Projekte und Bürgerinnen und Bürger auf Augenhöhe begegnen“, erklärt Julia Biermann, Kommunikatorin beim Kopernikus-Projekt P2X. Die Bubble bringt die Energiewendeforschung direkt zu den Bürgerinnen und Bürgern – sowohl vor Ort als auch im Live-Stream. Und die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt: Die Menschen haben Redebedarf - im durchaus positiven Sinne, selbst wenn sie kritisch sind!

Ein Bild der leuchtenden Bubble am Abend.
© Designmetropole Aachen

Im vergangenen Jahr feierte der aufblasbare Dialograum für die Energiewende in Halle auf dem Silbersalz-Festival vom 31. Oktober bis zum 2. November seine Premiere. Dort führten Forschende sowie Kommunikatorinnen und Kommunikatoren aus den Kopernikus-Projekten - intern gern liebevoll „KoKos“ genannt - rund 700 Gespräche mit Interessierten.

Alle Altersklassen waren vertreten, zu den „Magic Moments“ gehörten sicherlich auch angeregte Gespräche mit den Kleinsten, die bereits beachtliches Wissen mitbrachten. Aber auch Ältere erlebten ihre Aha-Momente. „Ein Beispiel ist mir besonders in Erinnerung geblieben“, erinnert sich Julia Biermann: „Eine Frau wurde von dem Anblick der Bubble angezogen, wollte sich aber zunächst nicht auf ein Gespräch einlassen. Die Hemmschwelle konnten wir überwinden, weil ein Projekt-Vertreter zu ihrem Thema direkt neben ihr stand. Ohne die unmittelbare Nähe, die den Einstieg ins Gespräch erleichterte, wäre ihre Frage unbeantwortet geblieben.“

Im Mai zweimal in Potsdam, im Juni in Kiel

Nach diesem gelungenen Auftakt zog die leuchtende Installation, die von zwei Kreativen der designmetropole aachen gestaltet wurde, weiter nach Aachen, wo sie am 14. November bei der Wissenschaftsnacht der RWTH zahlreiche Blicke auf sich zog. Denn die Babbel Bubble ist gleichzeitig eine Lichtinstallation. Bereits beim Aufbau stellten zahlreiche Neugierige Fragen zu ihrer Funktion. Eine Journalistin hatte die Gelegenheit, ein exklusives Pressegespräch mit den Designern Patricia Yasmine Graf und Jürgen Reichert zu führen. Insgesamt zählten die KoKos rund 300 Gespräche an diesem Abend. „Der Auftritt der Babbel Bubble bei der Wissenschaftsnacht in Aachen hat mir gezeigt, dass der Wunsch nach Austausch groß ist. Die Menschen haben Fragen zur Energiewende, und ich freue mich, dass wir einen Raum schaffen konnten, in dem die Menschen das fragen können, was sie wirklich interessiert“, betont Julian Maßau, Kommunikator aus dem Kopernikus-Projekt ENSURE.

Gruppenfoto mit einigen engagierten Teammitgliedern vor der Babbel Bubble in Halle, mit einem besonderem Besucher: Ein Mainzelmännchen besuchte die Bubble.
Entscheidender Erfolgsfaktor für die Babbel Bubble: ein engagiertes Team. © Maria Pakura

Seinen bisherigen Erfolg wird das Dialogformat in diesem Jahr fortsetzen, hoffen alle Kopernikus-Projekte gemeinsam - immerhin befinden sie sich im Endspurt: Am Potsdamer Tag der Wissenschaften am Samstag, 9. Mai, auf dem Universitätscampus Golm, auf dem Markt für nachhaltiges Leben beim „Green Visions Filmfestival“ am Freitag, 29. Mai, und der Kieler Woche am letzten Juni-Wochenende, 26. bis 28. Juni.

Spannende Programmpunkte rund um die Wärmewende, den Einsatz von Wasserstoff in der Industrie, Finanzierungs- und Verteilungsfragen sowie viele weitere Themen sind geplant. Die Kopernikus-Projekte freuen sich auf zahlreiche Fragende (gern auch im Chat des hier verlinkten Live-Streams!) sowie spannende Dialoge über die Energiewende.

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