15.08.2022 Kopernikus-Projekte

Power2Change: Energiewende interaktiv für sich entdecken

Die Energiewende von einem abstrakten Begriff zu einem Teil der Lebenswirklichkeit aller Menschen in Deutschland werden zu lassen, den sie begreifen und dessen Relevanz sie einordnen können: Das ist die Mission, auf die sich die Ausstellung „Power2Change“ begibt. Zur Eröffnung vergangenen Samstag reiste Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger aus Berlin an, um sich selbst einen Eindruck zu verschaffen.

Das Bild zeigt eine Hand, die ein interaktives Element über einen mit Touchscreen ausgestatteten Tisch führt.
© PtJ/Pakura

Beim Rundgang durch die Ausstellung, der sich dem Festakt und ihrem Grußwort anschloss, zeigte sich Stark-Watzinger begeistert – ebenso wie die zahlreichen Menschen, die den Samstagabend miterlebten oder am Sonntag im Rahmen eines „Tages der offenen Tür“ die Ausstellung und ihre Location erkundeten. Premieren-Gastgeber der Wanderausstellung ist das LWL-Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen, womit die hochmoderne Ausstellung kontrastreich der historischen Kulisse einer ehemaligen Stahlhütte im „Ruhrpott“ gegenübersteht.

Der inhaltliche Prolog der Ausstellung „Power2Change“, die hiernach an insgesamt sechs weiteren Orten in ganz Deutschland zu erleben sein wird, führt durch die Kellerräume des Museums und stimmt mit Eindrücken auf die Frage „Warum eigentlich eine Energiewende?“ ein. Treppauf geht es dann zum Kern der Ausstellung, der aus vier modularen Themeninseln besteht: „Verwandeln“, „Vernetzen“, „Verteilen“ und „Verwerten“. Sie ergänzen sich zwar inhaltlich, fordern derweil ohne Wegweiser bewusst dazu auf, sie individuell und intuitiv zu entdecken.

Zwar spricht die Ausstellung alle Menschen an, bietet mit innovativen Oberflächen, die sich von den Besuchenden berühren und verändern lassen, jedoch gerade Jugendlichen ab 14 Jahren eine Spielwiese an Interaktionsmöglichkeiten. Die Nutzungsgewohnheiten der „digital natives“ treffen auf zeitgemäße didaktische Ansätze. So steuern Neugierige beispielsweise auf mit Touchscreens ausgestatteten Tischen Inhalte und Medien mit einer gleitenden „Lupe“ an oder schalten mit buchstäblichen Bausteinen Erklärprojektionen frei.

Doppelt interaktiv ist der Rundgang vor allem, weil auch die Meinung der Besuchenden an vielen Stationen eine Rolle spielt und abgefragt wird – natürlich ebenfalls virtuell mithilfe einer Chipkarte, die alle Interessierten eingangs erhalten. So lässt sich für die beteiligten Forschungsprojekte auch nachvollziehen, inwiefern die Inhalte die Rezeption und Meinung der Einzelnen zum Thema Energiewende verändern. „Power2Change“ ist gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und ist unter Mitwirkung der Kopernikus-Projekte entstanden.

Wer an der Konzeption dieser Schau mitgewirkt hat, welche Inhalte im Detail sie (be)greifbar macht und wann sie an den Folgestationen Halt macht, verrät die Ausstellungswebsite https://power2change-energiewende.de.

 

In der nachfolgenden Fotogalerie finden Sie einige Impressionen vom Tag der Vernissage. Per Klick aufs Bild können Sie dieses vergrößern und erhalten in der Bildunterschrift weitere Informationen zum Motiv.

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