21.09.2022 SynErgie

SynErgie diskutierte zukunftsfähiges Strommarktdesign

Internationale Fachleute aus der energiewirtschaftlichen Wissenschaft und Praxis sowie aus Regulierungsbehörden trafen sich beim dritten „SynErgie Expert Summit“ auf Schloss Hohenkammer in Oberbayern. Sie diskutierten Themen rund um ein zukunftsfähiges Strommarktdesign. In diesem Rahmen wurde zudem ein SynErgie-Demonstrator vorgestellt, welcher Gestaltungsoptionen zukünftiger Strommärkte in Form mehrerer Kurzvideos veranschaulicht und diskutiert.

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©SynErgie/Pia Obenauf 

Der vorgestellte Demonstrator gewährt tiefgehende Einblicke in die Gestaltung zukünftiger Strommärkte und arbeitet bisherige Projektergebnisse anschaulich auf. Er adressiert dabei die Frage, warum das Strommarktdesign bei der Gestaltung der Energiewende eine so zentrale Rolle spielt und welche Gestaltungsoptionen für eine kommende Transformation zur Verfügung stehen.

Auf dieser Basis visualisieren die Videos verschiedene Gestaltungsoptionen, etwa in Form zonaler und nodaler Preisregelungen. Ein weiteres Thema sind politische Instrumente, die dabei helfen sollen, mögliche unerwünschte Nebeneffekte zu bewältigen, beispielsweise in Form von Verteilungseffekten. Den Demonstrator erarbeiteten das Kernkompetenzzentrum Finanz- und Informationsmanagement, der Institutsteil Wirtschaftsinformatik des Fraunhofer FIT und die Technische Universität (TU) München gemeinsam.

Der „Expert Summit“ fand im Rahmen des SynErgie-Clusters „Markt- und Stromsystem“ statt. Das Kernkompetenzzentrum Finanz- und Informationsmanagement, der Institutsteil Wirtschaftsinformatik des Fraunhofer FIT und die TU München organisierten die Veranstaltung gemeinsam. Zu den Teilnehmenden gehörten unter anderem der Verband Europäischer Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E), die Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden (ACER), die Europäische Kommission, das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), die TenneT TSO GmbH, die US Advanced Research Projects Agency–Energy (ARPA-E) sowie verschiedene Forschungseinrichtungen. Über die Organisierenden hinaus waren das zum Beispiel die Florence School of Regulation, die Norwegische Handelshochschule und die Technische Universität Athen.

Im Rahmen von Workshops, Fachvorträgen und Diskussionsrunden haben die Teilnehmenden Hand in Hand eine wichtige Plattform geschaffen, um gemeinsam an einem Strommarktdesign für eine CO2-neutrale Zukunft zu arbeiten. Am Ende des zweiten Tages beleuchtete eine abschließende Podiumsdiskussion noch einmal die wichtigsten Themen aus verschiedenen Perspektiven. Der zweitägige „Expert Summit“ gab vielfältige Impulse und ermöglichte einen wichtigen Austausch zur Gestaltung eines zukünftigen Strommarktdesigns in Deutschland und Europa.

 

 

Um sich über die Ideen zu diesem tiefergehend zu informieren, können Interessierte sich das (englischsprachige) Video "SynErgie Electricity Market Design for a Carbon Neutral Future" anschauen:

 

 

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